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13 February 2008 @ 07:24 pm
Küsse und Berührungen  


And Mama said to me
"Child, what's happened to your appetite?
I've been cookin' all morning
and you haven't touched a single bite
That nice young preacher, Brother Taylor, dropped by today
Said he'd be pleased to have dinner on Sunday, oh, by the way
He said he saw a girl that looked a lot like you up on Choctaw Ridge
And she and Billy Joe was throwing somethin' off the Tallahatchie Bridge

Bobby Gentry, Ode to Billy Joe



Obwohl das nachstehende Bild auf eine lesbische Liebesbeziehung hindeutet, könnte man es ebenso gut zur Veranschaulichung der Probleme von Aspergern benutzen.








Frauen setzen andere Distanzgrenzen als Männer und neigen stärker dazu, einander zu berühren, was vielleicht auch eine schwach erotische Komponente hat. (Anders z. B. in Frankreich, wo das Küsschen-Geben auf die Wange ein bloßes Zeichen von Höflichkeit ist). Ein Küßchen als Zeichen von Höflichkeit würde mich nicht stören, aber wer die "Nettigkeit" nicht mitmacht, stellt sich schnell unter Generalverdacht. Als ich 13 Jahre alt war, war an meiner Schule kurzzeitig eine Kuss-Manie zwischen Mädchen ausgebrochen, welche so ausgeprägt war, dass sie sogar von den Lehrern kritisiert wurde.

Ähnliches gilt für die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Aufgrund der spezifischen Beziehung kann die Mutter jederzeit einen Beweis von Zuneigung einfordern. Man will sich ja nicht dem Verdacht aussetzen, dass man seine Mutter nicht liebt.

Frauen sind gewissermaßen "verdammt", einander zu lieben. Diese körperliche und vor allem emotionale Distanzüberschreitung kann für Asperger sehr schwer sein.

Das Blog
 
 
Current Mood: crushed
 
 
 

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