Frage: Wie muss ich mir einen Wutausbruch eines Aspergers vorstellen?
(a)
Asperger (-Frauen) denken wie Männer. Sie wollen wie Männer behandelt werden, also nicht von oben herab oder auch nicht geschulmeistert werden. Da die Gesellschaft das nicht weiß und nach dem Äußeren geht, wird Sie immer beschwichtigen wollen: "Na, Frau XY, jetzt verhalten Sie sich mal wie eine Dame. Ein Mädchen macht das nicht."
Das reizt Asperger, weil sie sich dann gekränkt fühlen, und dann rasten sie aus.
Ich kann da nicht ins Detail gehen, du musst einfach mal auf Arbeit drauf achten, wie unterschiedlich ein Chef männliche und weibliche Angestellte behandelt. Asperger (-Frauen) IMMER wie Männer behandeln.
(b)
Asperger sind sehr individuell, also sind auch Asperger-Wutausbrüche sehr individuell. Ich habe in Rage immer meine kreativsten Einfälle (auch Beleidigungen usw.) weil ich ein Wort-Begabter bin. Eines meiner Familienmitglieder ist einfach schneidend autoritär. Ein anderes schmollt vor sich hin. Ein anderes schmeißt mit Sachen und spult immer wieder dieselbe dämliche Litanei von Argumenten ab, seit etlichen Jahren, auch wenn die überhaupt nicht zum Thema passen. Wie eine alte Schallplatte. Das ist wirklich gruselig.
(Ach ja, Asperger ist natürlich erblich, falls ich es noch nicht erwähnt hatte.)
(c)
Wenn ein Asperger ausrastet, musst du immer im Kopf behalten, dass dem Asperger sein Fehlverhalten in diesem Moment rational vollkommen begreifbar ist. Er IST SICH VOLLKOMMEN BEWUSST, dass er sich falsch verhält. Er kann aber in dem Augenblick nichts dagegen tun. Er „lauert“ in diesem Augenblick auf Provokationen und wird jegliches Wort gegen dich auslegen. Er ist in diesem Moment unzurechnungsfähig und sollte auch so behandelt werden.
Einem streitenden Asperger IMMER Recht geben ist der einzige Weg, einen Asperger-Wutausbruch zu beschwichtigen. Wenn möglich, einen Asperger in den Arm nehmen oder die Arme auf den Rücken drehen und festhalten. Das muss aber sehr vorsichtig im Einzelfall abgewogen werden, da manche Asperger nicht gerne angefasst werden wollen. Und wer den Asperger anfasst, sollte sich ganz sicher sein, dass er dem Asperger körperlich überlegen ist bzw. dass ihn der Asperger im persönlichen Verhältnis eindeutig als ranghöher, gewissermaßen als „Leitwolf“ betrachtet. Das kann sonst gewaltig ins Auge gehen.
Wenn der Asperger sich wieder beruhigt hat, unverbindlich und ohne Bosheit fragen: „Na geht’s dir wieder besser?“ o. ä. Auf diese Weise bekommt der Asperger die Möglichkeit geboten, sich wieder zu entschuldigen, ohne das Gesicht zu verlieren. Manche Asperger schämen sich so sehr, dass sie nicht mal mehr eine einfache Entschuldigung fertig bekommen, weil es sie zu sehr an ihre Unzulänglichkeit erinnert. Asperger können extrem unter Schuld leiden, hassen es aber, sich zu entschuldigen. Das ist sehr schwer für sie.
Wenn ein Asperger sich entschuldigt hat, NICHT nachlegen: „Das hättest du aber wirklich vermeiden können. Wie kann man nur so dumm sein.“ Ein Asperger fasst das als erneute Provokation auf und wird weiterkämpfen und dann geht das gleiche wieder von vorne los.
Ein hinreichend kluger Asperger (und das sind die meisten) wird sein Fehlverhalten im Nachhinein immer selber analysieren und sich auch entschuldigen, wenn er vorher keine (aus seiner Sicht) schlechte Erfahrung gemacht hat, denn sonst Entschuldigung = Gesichtsverlust = muss um jeden Preis vermieden werden.
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(a)
Asperger (-Frauen) denken wie Männer. Sie wollen wie Männer behandelt werden, also nicht von oben herab oder auch nicht geschulmeistert werden. Da die Gesellschaft das nicht weiß und nach dem Äußeren geht, wird Sie immer beschwichtigen wollen: "Na, Frau XY, jetzt verhalten Sie sich mal wie eine Dame. Ein Mädchen macht das nicht."
Das reizt Asperger, weil sie sich dann gekränkt fühlen, und dann rasten sie aus.
Ich kann da nicht ins Detail gehen, du musst einfach mal auf Arbeit drauf achten, wie unterschiedlich ein Chef männliche und weibliche Angestellte behandelt. Asperger (-Frauen) IMMER wie Männer behandeln.
(b)
Asperger sind sehr individuell, also sind auch Asperger-Wutausbrüche sehr individuell. Ich habe in Rage immer meine kreativsten Einfälle (auch Beleidigungen usw.) weil ich ein Wort-Begabter bin. Eines meiner Familienmitglieder ist einfach schneidend autoritär. Ein anderes schmollt vor sich hin. Ein anderes schmeißt mit Sachen und spult immer wieder dieselbe dämliche Litanei von Argumenten ab, seit etlichen Jahren, auch wenn die überhaupt nicht zum Thema passen. Wie eine alte Schallplatte. Das ist wirklich gruselig.
(Ach ja, Asperger ist natürlich erblich, falls ich es noch nicht erwähnt hatte.)
(c)
Wenn ein Asperger ausrastet, musst du immer im Kopf behalten, dass dem Asperger sein Fehlverhalten in diesem Moment rational vollkommen begreifbar ist. Er IST SICH VOLLKOMMEN BEWUSST, dass er sich falsch verhält. Er kann aber in dem Augenblick nichts dagegen tun. Er „lauert“ in diesem Augenblick auf Provokationen und wird jegliches Wort gegen dich auslegen. Er ist in diesem Moment unzurechnungsfähig und sollte auch so behandelt werden.
Einem streitenden Asperger IMMER Recht geben ist der einzige Weg, einen Asperger-Wutausbruch zu beschwichtigen. Wenn möglich, einen Asperger in den Arm nehmen oder die Arme auf den Rücken drehen und festhalten. Das muss aber sehr vorsichtig im Einzelfall abgewogen werden, da manche Asperger nicht gerne angefasst werden wollen. Und wer den Asperger anfasst, sollte sich ganz sicher sein, dass er dem Asperger körperlich überlegen ist bzw. dass ihn der Asperger im persönlichen Verhältnis eindeutig als ranghöher, gewissermaßen als „Leitwolf“ betrachtet. Das kann sonst gewaltig ins Auge gehen.
Wenn der Asperger sich wieder beruhigt hat, unverbindlich und ohne Bosheit fragen: „Na geht’s dir wieder besser?“ o. ä. Auf diese Weise bekommt der Asperger die Möglichkeit geboten, sich wieder zu entschuldigen, ohne das Gesicht zu verlieren. Manche Asperger schämen sich so sehr, dass sie nicht mal mehr eine einfache Entschuldigung fertig bekommen, weil es sie zu sehr an ihre Unzulänglichkeit erinnert. Asperger können extrem unter Schuld leiden, hassen es aber, sich zu entschuldigen. Das ist sehr schwer für sie.
Wenn ein Asperger sich entschuldigt hat, NICHT nachlegen: „Das hättest du aber wirklich vermeiden können. Wie kann man nur so dumm sein.“ Ein Asperger fasst das als erneute Provokation auf und wird weiterkämpfen und dann geht das gleiche wieder von vorne los.
Ein hinreichend kluger Asperger (und das sind die meisten) wird sein Fehlverhalten im Nachhinein immer selber analysieren und sich auch entschuldigen, wenn er vorher keine (aus seiner Sicht) schlechte Erfahrung gemacht hat, denn sonst Entschuldigung = Gesichtsverlust = muss um jeden Preis vermieden werden.
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