Das Klischee besagt, Gespräche zwischen Männern und Frauen würden scheitern, weil Männer an Fakten interessiert seien und Frauen über Gefühle reden würden...
Versuchen Sie sich diese Situation einmal vorzustellen.
Und dann drehen Sie die Rollenvorstellung um.
***
Ich war heute bei meinem Berater und habe das erste Mal einen Menschen aus Fleisch und Blut an meiner Weltsicht teilhaben lassen. Ein Meilenstein. Der erste Teil des Gesprächs verlief sehr gut, da wir vor allem am Computer saßen und anhand von Illustrationen einen gemeinsamen Punkt finden konnten.
Der zweite Teil des Gesprächs verlief schlecht, da es sich um ein „psychologisches Gespräch“ handelte wie man es sich üblicherweise vorstellt. Eine gemeinsame Kommunikationsbasis zu finden ist eben schwieriger, wenn ein Gesprächspartner in Bildern, der andere jedoch in Sprache denkt.
Schon deswegen dürften „Gesprächstherapien“ mit Aspergern häufig einen Schuss in den Ofen darstellen. Ein „Therapieerfolg“ lässt sich m. E. nur deswegen erzielen, da Asperger aufgrund ihrer Andersartigkeit potentiell leichter verunsichert, gekränkt und verängstigt werden können. Eine Gesprächstherapie nimmt wahrscheinlich keine Rücksicht auf die Bedürfnisse von Aspergern, da Gefühle angesprochen werden sollen, die Asperger in vielen Fällen so überhaupt nicht haben. Zum anderen sind Hypersensible empfindlicher für den Grad der Aufrichtigkeit in Gesprächen. Sie könnten bei schauspielerischer „Anteilnahme“ bzw. sog. „Empathie“ das Gefühl haben, veralbert zu werden und darauf mit intellektuellem Scharfsinn reagieren, woraufhin wiederum Berater persönlich beleidigt reagieren könnten, da sie gemerkt haben, dass Asperger mitbekommen, wenn sie einem Manipulationsversuch begegnet sind.
Meiden Sie deswegen bei Gesprächen mit Aspergern Andeutungen, Doppelsinnigkeiten etc. Beraten Sie sie nicht von oben herab. Sprechen Sie den visuellen Sinn an (Schauen Sie mal …, Stellen Sie sich ein [X] vor). Stellen Sie ein visuelles Hilfsmittel zur Verfügung, entweder einen Skizzenblock oder idealerweise das Internet, da der Gesprächspartner hier bei Bedarf jede erdenkliche Illustration abrufen und zeigen kann.
***
„In der Persönlichkeitspsychologie werden Männlichkeit (Instrumentalität) und Weiblichkeit (Expressivität) als voneinander unabhängige Persönlichkeitsdimensionen gesehen, die die psychosozialen Aspekte der Geschlechtlichkeit, die Geschlechtsrollenorientierung, beschreiben. Menschen, die hohe Werte auf beiden Skalen haben, also ein sowohl männliches als auch weibliches geschlechtsrollenbezogenes Selbstbild aufweisen, werden als Androgyne bezeichnet. Androgyne sind tendenziell psychisch gesünder, da ihnen eine größere Bandbreite an Verhaltensweisen zur adäquaten Lösung von Problemen bereitsteht.“
Behauptet zumindest Wikipedia.
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Zum Weiterlesen
“Warum Männer lügen und Frauen immer Schuhe kaufen“
von Allan Pease und Barbara Pease
Vom ersten Tag an anders. Das weibliche und das männliche Gehirn
ISBN-10: 3453600053
Gesamtes Blog
Versuchen Sie sich diese Situation einmal vorzustellen.
Und dann drehen Sie die Rollenvorstellung um.
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Ich war heute bei meinem Berater und habe das erste Mal einen Menschen aus Fleisch und Blut an meiner Weltsicht teilhaben lassen. Ein Meilenstein. Der erste Teil des Gesprächs verlief sehr gut, da wir vor allem am Computer saßen und anhand von Illustrationen einen gemeinsamen Punkt finden konnten.
Der zweite Teil des Gesprächs verlief schlecht, da es sich um ein „psychologisches Gespräch“ handelte wie man es sich üblicherweise vorstellt. Eine gemeinsame Kommunikationsbasis zu finden ist eben schwieriger, wenn ein Gesprächspartner in Bildern, der andere jedoch in Sprache denkt.
Schon deswegen dürften „Gesprächstherapien“ mit Aspergern häufig einen Schuss in den Ofen darstellen. Ein „Therapieerfolg“ lässt sich m. E. nur deswegen erzielen, da Asperger aufgrund ihrer Andersartigkeit potentiell leichter verunsichert, gekränkt und verängstigt werden können. Eine Gesprächstherapie nimmt wahrscheinlich keine Rücksicht auf die Bedürfnisse von Aspergern, da Gefühle angesprochen werden sollen, die Asperger in vielen Fällen so überhaupt nicht haben. Zum anderen sind Hypersensible empfindlicher für den Grad der Aufrichtigkeit in Gesprächen. Sie könnten bei schauspielerischer „Anteilnahme“ bzw. sog. „Empathie“ das Gefühl haben, veralbert zu werden und darauf mit intellektuellem Scharfsinn reagieren, woraufhin wiederum Berater persönlich beleidigt reagieren könnten, da sie gemerkt haben, dass Asperger mitbekommen, wenn sie einem Manipulationsversuch begegnet sind.
Meiden Sie deswegen bei Gesprächen mit Aspergern Andeutungen, Doppelsinnigkeiten etc. Beraten Sie sie nicht von oben herab. Sprechen Sie den visuellen Sinn an (Schauen Sie mal …, Stellen Sie sich ein [X] vor). Stellen Sie ein visuelles Hilfsmittel zur Verfügung, entweder einen Skizzenblock oder idealerweise das Internet, da der Gesprächspartner hier bei Bedarf jede erdenkliche Illustration abrufen und zeigen kann.
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„In der Persönlichkeitspsychologie werden Männlichkeit (Instrumentalität) und Weiblichkeit (Expressivität) als voneinander unabhängige Persönlichkeitsdimensionen gesehen, die die psychosozialen Aspekte der Geschlechtlichkeit, die Geschlechtsrollenorientierung, beschreiben. Menschen, die hohe Werte auf beiden Skalen haben, also ein sowohl männliches als auch weibliches geschlechtsrollenbezogenes Selbstbild aufweisen, werden als Androgyne bezeichnet. Androgyne sind tendenziell psychisch gesünder, da ihnen eine größere Bandbreite an Verhaltensweisen zur adäquaten Lösung von Problemen bereitsteht.“
Behauptet zumindest Wikipedia.
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Zum Weiterlesen
von Allan Pease und Barbara Pease
Vom ersten Tag an anders. Das weibliche und das männliche Gehirn
ISBN-10: 3453600053
Gesamtes Blog
Current Mood:
crushed
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