Kennen Sie den Film
Equilibrium – Killer of Emotions? Den sollten Sie wirklich mal anschauen. Es ist
grauenhaft, sich das vor Augen zu halten, aber er gibt ein äußerst anschauliches Beispiel für das Leben in einer autistischen Familie ab. In jeder Familie gibt es einen, der
aus der Art schlägt, bzw. das Offensichtliche nicht so gut kompensieren kann. In
Equilibrium heißen diese Leute
Sinnestäter oder
Gefühlsverbrecher. Ein Gefühlsverbrechen zu begehen ist
fürchterlich. Die anderen Menschen in der Gesellschaft von "Equilibrium" sind "eingestellt". Sie befinden sich im Film mit Hilfe einer Droge "Prozium" benannt nach dem Antidepressivum Prozac,
im Gleichgewicht. Meine Familie möchte, dass ich auch
im Equilibrium lebe. Ich will nicht
im Gleichgewicht sein. Ähnlich wie im Film
Blade Runner werden
Gefühlsverbrecher im Film
Equilibrium durch eine Task Force sehr brutal exekutiert.
Ich
möchte nicht aufhören zu fühlen. Meine Gefühle funktionieren zwar noch "nicht richtig", aber "nicht richtig" ist immer noch besser als gar nicht. Ich habe eine Dame von der Telefonseelsorge angerufen. Sie war sprachlos.
Das muss man erst mal schaffen, die Telefonseelsorge sprachlos zu machen. Ich werde in Zukunft ein
Gefühlsverbrecher sein und nicht das
Equilibrium teilen. Subversiv, hey? Ich habe auch die Idee, selber eine Geschichte über
Gefühlsverbrechen zu schreiben. Ich habe eine Sterbende in der Familie, bin aber selber
aussätzig. Wenn Sie Wahnsinn produzieren möchten, kann ich Ihnen eine nette Anleitung geben.
Asperger ist ein wenig der Aussatz des 21. Jahrhunderts. Aufgrund der Logik des
Equilibriums nehme ich an, dass mir bald vorgeworfen werden wird.
X lag im Sterben und du warst so rücksichtslos und hast nicht einmal nach ihr gesehen. Möge Gott mir vergeben. Ich habe keine andere Wahl.
Mein Vater hat geäußert, bei ihm wäre trotz fehlender emotionaler Reaktion alles in Ordnung. Er
käme damit durchs Leben Ich erfahre wegen genau demselben geschlechtsbezogene Diskriminierung, weil ich als
Frau empfindsam und
rücksichtsvoll sein muss. Ich bin auch der einzige, der
widerspricht . Ich will kein autistischer Transgender sein. Zudem habe ich als hypersensibler Asperger noch schlechte Karten gegen jemanden, der mit der Rücksicht eines KZ-Aufsehers spricht. Aber zumindest nehme ich diese Gnadenlosigkeit
richtig wahr. Ich bin nicht verrückt. Es hilft, das
mindestens einmal am Tag zu sagen.
Die Dame von der Telefonseelsorge, mit der ich geredet habe, hat versprochen, diese Webseite anzuschauen. Falls sie es tut, hätte ich
wieder jemanden zum Umdenken angeregt.
Einen nach dem anderen. Es gibt keinen anderen Weg.
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Vor ihm eine wüste Landschaft, eine Einöde. Die Luft roch nach Blumen von Gewächsen, die der Wüste trotzten. Dies war die Wüste, und Regen gab es nicht.
Ein Mann stand vor ihm; seine leiderfüllten, schmerzerfüllten Augen glänzten vor Kummer.
"Mercer", sagte Rick.
"Ich bin dein Freund", sagte der alte Mann. "Aber du musst weitermachen, so als würde ich nicht existieren. Kannst du das verstehen?" Er breitete seine leeren Hände aus.
"Nein", sagte Rick. "Das kann ich nicht verstehen. Ich brauche Hilfe."
"Wie kann ich dich retten", sagte der alte Mann, "wenn ich nicht mal mich selber retten kann?" Er lächelte. "Siehst du's nicht? Erlösung gibt es nicht."
"Dann, wozu das Ganze?", sagte Rick. "Wozu bist du da?"
"Um dir zu zeigen", sagte Wilbur Mercer, "dass du nicht alleine bist. Ich bin hier bei dir und werde immer da sein. Geh hin und folge deiner Bestimmung, selbst wenn du weißt, dass es falsch ist."
"Warum?" sagte Rick. "Warum sollte ich das tun? Ich werde meinen Job hinwerfen und auswandern."
Der alte Mann sprach: "Du wirst gezwungen sein, Unrecht zu tun, wo immer du auch hingehst. Der Zwang, wider seine eigene Natur handeln zu müssen, ist die Grundlage allen Lebens. Zu gewissen Zeiten muss jede Kreatur, die lebt, dies tun. Dies ist das tiefste Dunkel, der Makel der Schöpfung; dies ist das Wirken des Fluches, der an allem Leben zehrt. Überall im Universum."
"Ist das alles, was du mir sagen kannst ?" sagte Rick.
Ein Stein flog in seine Richtung; er duckte sich, und der Steinigungsbrocken traf ihn am Ohr. Sofort ließ er die Haltegriffe los und stand plötzlich wieder in seinem Wohnzimmer, neben seiner Frau und der Empathie-Box. Sein Kopf schmerzte stark, wo ihn der Stein getroffen hatte; und er berührte die Wunde und spürte frisches Blut rinnen, das in großen hellen Tropfen neben seinem Gesicht herunter lief…
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